Muskelkrämpfe beim Schwimmen – was wirklich hilft
Muskelkrämpfe können dein Schwimmtraining unangenehm unterbrechen – ob du gerade Technik übst oder dich richtig auspowerst. Viele denken dabei sofort an Magnesiummangel. Aber stimmt das wirklich? Nicht immer. Krämpfe können ganz unterschiedliche Ursachen haben – und hängen stark davon ab, wie du trainierst.
Szenario 1: Warmes Wasser & intensives Schwimmen
Beim Kraul- oder Ausdauertraining im warmen Wasser (z. B. im Hallenbad) bewegst du dich viel und schwitzt – auch wenn du das im Wasser nicht merkst. Du verlierst dabei nicht nur Wasser, sondern auch Elektrolyte, vor allem Natrium. Studien zeigen, dass ein Mangel an Natrium (nicht Magnesium!) eine der Hauptursachen für Krämpfe während sportlicher Belastung sein kann.
Tipp für dieses Szenario:
Trinke vor dem Schwimmen ausreichend und ergänze bei längeren oder intensiven Einheiten ggf. ein isotonisches Getränk mit Elektrolyten – vor allem mit Natrium.
Szenario 2: Kaltes Wasser & ruhiges Techniktraining
Beim Techniktraining in kaltem Wasser bewegst du dich eher langsam und gezielt. Die Muskulatur bleibt dabei oft unterkühlt, weil sie nicht durchgehend beansprucht wird.
Das kann die Durchblutung einschränken, die Muskelkoordination stören und zu Krämpfen führen – selbst wenn dein Mineralstoffhaushalt in Ordnung ist.
Tipp für dieses Szenario:
Halte dich möglichst in Bewegung, auch zwischen den Übungen. Sag deiner Trainerin bescheid, wenn dir kalt ist :-) Wenn du schnell frierst, trage einen dünnen Neoprenanzug. Dazu berate ich dich gern!
Fazit:
Nicht jeder Krampf braucht Magnesium – manchmal fehlt Natrium, manchmal Wärme. Achte auf deinen Körper und passe deine Trinkgewohnheiten und die Schwimmbekleidung an deinen Körper und dein Training an. Wichtig: Ich bin keine Ärztin – dieser Hinweis ersetzt keine medizinische Beratung. Wenn du regelmäßig Krämpfe hast, solltest du das ärztlich abklären lassen.