Brustschwimmen mit Köpfchen – nicht mit Nackenschmerzen
Viele Menschen empfinden Brustschwimmen als „ihren Stil“ – oft, weil sie es als erstes gelernt haben. Es ist vertraut, man fühlt sich sicher, die Beine berühren bei Bedarf den Beckenboden – und irgendwie kommt man vorwärts.
Doch genau diese vertraute Art zu schwimmen ist für viele auch mit einem Problem verbunden: Nackenschmerzen. Vielleicht kennst du das – nach ein paar Bahnen zieht es im Nacken, die Schultern fühlen sich verspannt an und du fragst dich, ob Schwimmen wirklich so gesund ist, wie alle sagen.
Die gute Nachricht: Ja, ist es. Aber die Art und Weise, wie du schwimmst, macht den Unterschied.
Warum Brust mit dem Kopf über dem Wasser nicht der gesündeste Weg ist
Was umgangssprachlich gern „Oma-Brust“ genannt wird, beschreibt eine Brustschwimmtechnik, bei der der Kopf dauerhaft über Wasser gehalten wird – aus Gewohnheit, Unsicherheit oder um sich orientieren zu können. Diese Haltung führt allerdings dazu, dass:
- der Nacken ständig überstreckt ist
- die Schultern hochgezogen werden
- der Körper sich gegen das Wasser aufrichtet, anstatt mit ihm zu arbeiten
- die Beine tiefer sinken und dadurch mehr Widerstand entsteht
Kurz gesagt: Diese Haltung bringt den Körper aus dem Gleichgewicht – und das spürst du.
Die Lösung: Brustschwimmen mit natürlicher Kopfhaltung
Wenn du dir vorstellst, dass deine Wirbelsäule vom Nacken bis zum Steißbein eine natürliche Linie bildet, wird klar: Der Kopf gehört mit dazu. Im gelenkschonenden Brustschwimmen – etwa in der Shaw Methode – wird diese Linie bewusst unterstützt.
Das bedeutet konkret:
- Der Kopf bleibt während der Gleit- und Zugphase in Verlängerung der Wirbelsäule
- Du hebst den Kopf nur leicht zum Atmen – nicht dauerhaft
- Die Bewegung wird ganzheitlicher, runder und rhythmischer
Diese kleine Veränderung hat eine große Wirkung: Du entlastest nicht nur deinen Nacken, sondern schwimmst effizienter, mit weniger Kraftaufwand – und es fühlt sich oft plötzlich ganz neu und leicht an.
Was du selbst ausprobieren kannst
Hier ein paar erste Impulse, die du beim nächsten Schwimmen testen kannst:
- Gleite mit dem Gesicht ins Wasser: Lass deinen Kopf ruhig mit untertauchen und beobachte, wie dein Körper sich dann ausrichtet.
- Atme kontrolliert: Hebe den Kopf nur so weit wie nötig aus dem Wasser, um zu atmen – und lass ihn dann wieder zurück in die Verlängerung der Wirbelsäule sinken.
- Beobachte deine Schultern: Ziehst du sie hoch? Versuche bewusst, sie loszulassen.
- Spüre dein Wassergefühl: Wie fühlt sich der Auftrieb an, wenn du dich dem Wasser anvertraust statt dich dagegen aufzurichten?
Oft ist es gar keine große Umstellung – sondern ein neues Bewusstsein für die Bewegungen, die du ohnehin schon machst.
Ein Aha-Erlebnis in nur 30 Minuten
In meinen Kursen erlebe ich oft, wie schnell sich das Brustschwimmen verändern kann. Manchmal reicht eine Session, um einer Schülerin oder einem Schüler zu zeigen, wie man MIT dem Wasser schwimmen kann. Es ist faszinierend, aber manchmal braucht es nur einen kleinen Impuls von außen, um jahrelange Gewohnheiten loszulassen und etwas Neues zu entdecken, das dem Körper guttut.
Mein Angebot für dich
Wenn du in deinem Schwimmstil weiterkommen willst oder dich endlich von Nackenschmerzen beim Brustschwimmen verabschieden möchtest, nutze einen 30-minütigen Schwimm-Check. Wir schauen uns gemeinsam deine Technik an, und du bekommst gezielte Hinweise, was du verändern kannst – ganz individuell. Termine kannst du hier buchen.
Fazit: Brustschwimmen darf leicht sein
Wenn du Brust schwimmst, solltest du dich danach besser fühlen – nicht schlechter. Ein entspannter Nacken, eine geschmeidige Bewegung im Wasser und ein gutes Körpergefühl sind möglich. Vielleicht ist es Zeit, dein Brustschwimmen neu kennenzulernen. Ich begleite dich gern dabei.